3. Schinderhannes-Buch vorgestellt
In Doppelfunktion, sowohl als Leiter des Volksbildungswerkes Rehborn und als Autor, begrüßte Rainer Thielen bei der Vorstellung seines nunmehr schon 3. Schinderhannes-Buches mit dem Titel: „Neues vom Schinderhannes und seinem Julchen“, die überwiegend von Auswärtigen aber gut besuchte Veranstaltung im Gemeindehaus.
Erfreut war der Verfasser über die Anwesenheit zahlreicher Mitarbeiter und Weggefährten, die nicht unwesentlich zum Entstehen dieses Buches beigetragen hatten.
So konnte er zwei „Helfern“ ganz besonders danken, die von Anfang bis Ende mit dabei
waren und mit recherchierten.
Kirchenbuchspezialist und Pfarrer in Ruhe Erich Henn (Idar-Oberstein-Weierbach) stellte unter anderem seine Daten zur Julchen-Genealogie zur Verfügung und überprüfte und ergänzte die Görlitz-Nachfahren.
Karl Pfleger (Lauterecken) war für die Übertragung der alten Texte ins heutige Deutsch „verantwortlich“.
Mit Rat und Tat standen beim Fortgang der Arbeit zur Seite:
Markus Christian (Grumbach) beim regen Austausch über die Genealogie des Schinderhannes, Rudi Forster (Grumbach) stellte eine ganze Reihe Originalurkunden zur Verfügung, Marc Schwintek (Frankfurt/Main) übersetzte sie aus dem Französischen, Rudi Franz (Idar-Oberstein) recherchierte eifrig nördlich der Nahe und Wolfgang Noack (Mainz) stellte den Verwandtschaftsgrad Schinderhannes – Adam Opel in einer „Sanduhr“ zusammen.
Dr. Horst Silbermann (Bad Kreuznach) unterstützte bei Rechtsfragen nach 1814, also der Zeit nach Napoleon und Dr. Frank Wagner (Obermoschel) rechnete alte Maße auf heute verständliche Körpergrößen um.
Werner Dindorf (Rehborn) und Gilla Martensen (Gleisweiler) hielten stets den Fotoapparat bereit.
Damit waren nur die Mitarbeiter genannt, denen es möglich war, an der Buchvorstellung teilzunehmen.
Arndt Müller (Odenbach) stimmte mit seiner Gitarre und dem Schinderhanneslied auf die Vorstellung ein und von der Schinderhannesbande Idar-Oberstein, die mit Pistolen- und Gewehrgeknall den Saal „stürmten“, brachte Räuberhäuptling Rudi Franz, passend zum Buchtitel, sein Julchen mit. Michel Becker (Simmern), der Intendant der Schinderhannes-Festspiele in Simmern (8. Juni bis 1. Juli) und ein weiterer Komplize ließen es sich ebenfalls nicht nehmen, dabei zu sein.
Zusammen sangen die vier zu Beginn das Original-Schinderhanneslied und zum Schluss unter Beifall und Mitsingen der Zuhörer das Lied „Im Wald da sind die Räuber“.
In seinem niemals langweiligen und interessanten Vortrag zitierte Rainer Thielen aus seinem neuen Buch, das in die drei Teile „Amouren“, „Nachkommen“ und „Wie ging`s nach der Hinrichtung weiter ?“ untergliedert ist.
Schinderhannes ein gut aussehender junger Bursche, flotter Tänzer und Charmeur hatte etliche Amouren und Romanzen bis er letztendlich zu seinem Schwarm Julchen fand.
Die Kinder und Nachkommen des Räuberhauptmanns wurden eingehend erforscht und in der Schinderhannes- und Julchen-Genealogie übersichtlich dargestellt. Wie es nach der Hinrichtung von Schinderhannes am 21.November 1803 mit der Familie Bückler und Jukchen weiter ging, findet man dann im dritten Abschnitt des Buches.
Das Buch ist erschienen im ROBURA-Verlag und kann bei Rainer Thielen, Hauptstraße 71, 55592 Rehborn (Telefon 06753/2769) oder unter E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zum Preis von 22,80 Euro bestellt und erworben werden. Text/Fotos: Klaus Merscher



