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"Rehborn Bank" wieder frei

Gem 2016 Rehborn BankDer Weg zum „Allenfeld“ hinauf wurde in der vergangenen Woche von einem heimischen Unternehmen freigeschoben. Wind und Wetter hatten am brüchigen Fels genagt, Felsschutt ein Viertel des asphaltierten Feldwegs verschüttet. Nun ist der Weg auch im Gegenverkehr wieder passierbar. Zuvor schon waren die Felsen vom Aufwuchs befreit worden.

Noch diese Woche wird der Naturlehrpfad gemulcht, danach werden die über Winter reparierten Hinweistafeln wieder aufgestellt.

Die Rehborner sprechen zwar vom „Allenfeld“ – weltweit ist die kleine Felswand jedoch als „Rehborn Bank“ bekannt. Geologen und Fossilienfreunde schätzen die Gesteinsformation.

Bei der „Rehborn Bank“ handelt es sich um eine mehrere Meter mächtige Seeablagerung aus der Zeit des unteren Perm, dem Rotliegenden. Dieses Erdzeitalter tritt weltweit nur in unserer Region zwischen Bad Kreuznach und Kusel sowie in Japan stellenweise ans Tageslicht. Die „Rehborn Bank“ bildet darin als buchstäblich steinalte Meeresuntiefe wieder eine Besonderheit.
Das Amphibium Micromelerpeton credneri war einer der Urlurche, die während der frühen Permzeit vor etwa 290 bis 260 Millionen Jahren in den damaligen Seen von Südwestdeutschland lebten. Fossilien dieser Art kamen bisher nur im Saar-Nahe-Gebiet zum Vorschein. Bekannte Fundorte sind die Umgebung von Langenthal an der Nahe, Odernheim am Glan, Rehborn am Glan und Gundersweiler.
Im Unterrotliegenden war das Klima in Deutschland noch verhältnismäßig feucht und sehr warm. Damals herrschten also ideale Lebensverhältnisse für Amphibien, die sowohl im Wasser als auch an Land leben. Der damalige Äquator befand sich etwa auf der Höhe von Basel.

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